Farbtheorie

Auszug aus "Kompendium der Mediengestaltung für Digital- und Printmedien. von Joachim Böhrigner, Peter Bühler, Patrick Schlaich und Hanns-Jürgen Ziegler erschienen bei Springer-Verlag Berlin Heidelberg, 2001

 

Farbmodelle

In Farbmodellen werden alle Farben sowie die Sättigung und Helligkeit jeder einzelnen Farbe dargestellt. Es werden vorwiegend drei Farbmodelle unterschieden: RGB, CYMK und HSB. Alle Farbmodelle besitzen einen unterschiedlich großen Farbraum. Als Farbraum wird der Bereich von Farben bezeichnet, den ein Farbmodell wiedergeben kann.

 

RGB-Farbmodell

Anwendung :
Scanner, Digitalkamera, Monitore, Bühnenbeleuchtung


Darstellung von Farben:
In diesem Modell werden Farben anhand des Rot-, Grün- und Blauanteils definiert. Die Anteile der einzelnen Farben werden in Prozentwerten oder in einer Skala von 0 - 255 angegeben.

Additive Farbmischung:
Bei der additiven Farbmischung wird die Lichtenergie verschiedener Spektralbereiche addiert. Die Mischfarbe (Lichtfarbe) enthält mehr Licht als die Ausgangsfarben. Sie ist somit heller.
Bei der additiven Mischung von Rot, Grün und Blau entsteht durch Addition der drei Spektralbereiche das komplette sichtbare Spektrum, d.h. Weiß.

 

CMYK-Farbmodell

Anwendung :
Das CMYK-Farbmodell ist das Farbmodell der digitalen Druckvorstufe.


Darstellung von Farben:
Dieses Modell unterscheidet sich grundsätzlich vom RGB-Modell. Wird ein Bild vom RGB-Modell nach CMYK konvertiert, wirkt es oft blasser, da Bildinformationen verloren gehen.

 

 


Subtraktive Farbmischung:
Bei der subtraktiven Farbmischung wird die Lichtenergie subtrahiert. Jede hinzukommende Farbe absorbiert einen weiterenTeil des Spektrums. Die Mischfarbe (Körperfarbe) ist somit dunkler als die Ausgangsfarben.
Bei der subtraktiven Farbmischung von Cyan, Magenta und Gelb entsteht durch die Subtraktion (Absorption) der jeweiligen Komplementärfarbe (RGB) Schwarz.

 

 

HSB-Farbmodell

Darstellung von Farben:
In diesem Farbmodell werden Farben durch den Farbton (Hue), die Sättigung (Saturation) und die Helligkeit (Brightness)definiert. Alle reinen Farbtöne sind in einem Farbkreis angeordnet.

Prinzipiell geht dieses Farbmodell von einem Farbkreis aus, bei dem jeder Farbton durch seine Position (in Gradzahlen) auf dem Kreis definiert wird. Daraus ergeben sich 360 verschiedene Farbtöne. Mit der Sättigung wird die Reinheit, d.h. der Grauanteil der Farbe in Prozentwerten festgelegt. Eine reine Farbe besitzt den Sättigungsgrad 100, wobei 0 einem Grau entspricht.

Die Einstellung des Graus wird mit Helligkeitsprozentwerten vorgenommen, wobei 100% einem reinen weiß und 0% einem Schwarz entsprechen. Das HSL-Modell ist eine Variante des HSB-Modells (L = Lightness, Luminanz)

LAB-Farbmodell

Anwendung:
Ein wesentlicher Bestandteil von Photoshop ist das LAB-Farbmodell. Dies ist eine internes Farbmodell, das verwendet wird, wenn Sie den Farbmodus eines Bildes in einen anderen umwandeln möchten. Das LAB-Farbmodell basiert auf dem Original-Farbmodell, das 1931 von der Commission Internationale d'Eclairage (CIE) zur internationalen Norm in der Farbmessung erklärt wurde. 1976 wurde dieses Modell verbessert und CIELAB-Farbmodell genannt. Der Vorteil des LAB-Farbmodells besteht in der Geräteunabhängigkeit, das bedeutet, Sie können die Farbgenauigkeit erhalten, wenn Sie die Bilder zwishcen unabhängigen Systemen austauschen.

Darstellung der Farben:
LAB-Farben bestehen aus einer Luminanz- oder Helligkeitskomponente (L) und zwei chromatischen Komponenten: der a-Komponente, die von Grün bis Rot reicht, und der b-Komponente, die von Blau bis Gelb reicht.

 

 

Inhalte Farbtheorie

Farbmodelle

RGB

CYMK

HSB

LAB

Farbordnungssysteme

Sechsteiliger Farbkreis


Komplementärfarben liegen sich im Farbkreis gegenüber: